
Die Kunst der Stille
In der Craniosacralarbeit geht es nicht darum, etwas zu „korrigieren".
Diese Ausbildung verbindet biodynamische und biomechanische Craniosacralarbeit miteinander. Sie vereint moderne Erkenntnisse aus Neurobiologie, Embryologie und Traumaforschung mit den Erfahrungen vieler Generationen von Therapeutinnen und Therapeuten.
In kleinen Gruppen, durch Mentorate, Supervision, Selbsterfahrung und viele Stunden praktischer Arbeit wächst Schritt für Schritt jene Wahrnehmung, die diese Arbeit so besonders macht. Denn Craniosacrale Therapie entsteht nicht durch Technik allein — sie entsteht in der Begegnung.


Berührung, die versteht, bevor Worte entstehen.
Tiefe braucht Zeit
Wahrnehmung lässt sich nicht beschleunigen. Craniosacrale Therapie arbeitet mit den feinsten Bewegungen des Körpers — mit Rhythmen, Spannungen, Flüssigkeiten und Stimmungen, die oft kaum sichtbar und doch spürbar sind. Diese Fähigkeit entsteht nicht an einem Wochenende. Sie wächst.
Zwischen den Kursen geschieht oft das Wichtigste: Du behandelst, beobachtest, machst Erfahrungen — und beginnst zuzuhören, statt nur Techniken anzuwenden. Die Module 1 bis 5 schulen den biodynamischen Blick, ab Modul 6 kommt der biomechanische dazu. Erst gemeinsam ergeben sie das ganze Bild.
13 Module, die aufeinander aufbauen
- 01biodynamisch
Grundfertigkeiten & Ignition
Was ist Craniosacral Therapie – und was passiert wirklich?
Eine Präsenz, die Klientinnen sofort spüren.
- 02biodynamisch
Flüssigkeitskörper, Gehirn & Meningen
Dein Körper ist zu 70 % Wasser – was bedeutet das in einer Behandlung?
Ein feines Gehör für das, was der Körper still erzählt.
- 03biodynamisch
Nervensystem, Stress & Regulation
Warum reagiert der Körper auf Berührung – und was hat das mit Sicherheit zu tun?
Die Fähigkeit, Sicherheit zu geben – weil du sie selbst kennst.
- 04biodynamisch
Fulcrum, Faszien & Bindegewebe
Was hält uns zusammen – und was passiert, wenn etwas feststeckt?
Den Still Point – eine der wirksamsten CST-Interventionen überhaupt.
- 05biodynamisch
Die Mittellinie
Wo ist die Mitte – und was bedeutet es, aus ihr heraus zu handeln?
Zugang zur eigenen Mitte – körperlich und innerlich.
- 06biomechanisch
An der Schwelle – Diaphragmen
Was passiert in Übergängen – im Körper und im Leben?
Der Wendepunkt: von der Wahrnehmung zur Struktur.
- 07biomechanisch
Becken, LWS, Beine & viszerale Arbeit
Wo sitzt Kraft – und wo sitzt Angst? Was haben Organe mit Gefühlen zu tun?
Mehr Sicherheit im Umgang mit Becken-, Rücken- und Organthemen.
- 08biomechanisch
Geburt
Wie beginnt das Leben – und was prägt uns von der ersten Sekunde an?
Werkzeuge für eines der bewegendsten Themen der Arbeit überhaupt.
- 09biomechanisch
Zwerchfell, Herz, Lunge, Schulter, Arme, Hals & Brustkorb
Was hat das Herz mit Transformation zu tun? Was tragen wir auf den Schultern?
Herzkohärenz als Ressource – und erste eigene Falldarstellungen.
- 10biomechanisch
Wurzeln der Berührung
Was wissen andere Traditionen über das, was wir „still werden“ nennen?
Ein weiterer Blick auf das, was Berührung sein kann – und was Craniosacral Therapie genau davon unterscheidet.
- 11biomechanisch
Schädel, Schädelbasis & Nähte
Was trägt unser Kopf – und was verbirgt er?
Konkrete Ansätze bei Kopfschmerzen, Migräne und Schwindel.
- 12biomechanisch
Kiefer & Gesicht
Warum ist der Kiefer so oft verspannt – und was will er sagen?
Die Verbindung zwischen Körperhaltung und Stimme.
- 13biomechanisch
Zusammenführung & Abschluss
Wer bin ich als Therapeutin – und was nehme ich mit?
Deine eigene therapeutische Identität – und ein Zertifikat, das dafür steht.
13 Module — wie 13 Mondmonate eines Jahres. Eine Ausbildung, die sich an natürlichen Rhythmen orientiert, nicht an runden Zahlen.
Eine Kurswoche
- Mittwoch bis Samstag
- 09:00–12:30 · 14:30–19:30
- Vier volle Tage mit zwei Stunden Mittagspause — die gehört dem gemeinsamen Essen.
- Mittwochabend
- 20:00–22:00 · Film
- Kein Unterricht, sondern gemeinsames Erleben zum Kursthema.
- Sonntag
- 09:00–13:00
- Ein ruhiger Abschlussmorgen für Integration und Verabschiedung.
Wie du wächst — Schritt für Schritt
Wissen entsteht nicht nur im Kursraum. Was du zwischen den Modulen tust, entscheidet darüber, ob neues Wissen wirklich zu deinem wird.
Wiederholungstage
11 × 5 Std.
Zwischen den Modulen vertiefen, austauschen, in Kontakt mit der Lerngruppe bleiben.
Protokolle
12 Behandlungen pro Modul
Mit schriftlichem Feedback — so wächst echte Praxiserfahrung, Klientin für Klientin.
Eigenprozess
24 Std.
Bevor du andere behandelst, erfährst du selbst, wie sich die Arbeit anfühlt.
Supervision
mindestens 10 Std.
Ein erfahrener Blick von außen auf deine Arbeit, einzeln oder in der Gruppe.
Intervision
mindestens 10 Treffen
Zu viert, ohne Lehrperson, ohne Hierarchie — ihr lernt voneinander auf Augenhöhe.
Feedback-Behandlungen
3 × 1,5 Std.
Du behandelst eine Lehrperson und bekommst direktes, konkretes Feedback.
Mentorate
5 × 1,5 Std.
Du behandelst in der Praxis einer erfahrenen Therapeutin — sie ist dabei.
Standortgespräche
2 Gespräche
Über deinen Weg: Wo bist du stark? Was darf wachsen?
Alles Wichtige
- Umfang
- 13 Module · 3–4 Jahre
- Kontaktstunden
- 40 Std. pro Modul
- 575 Std. gesamt
- Leitung
- Isabella Rosboud & Martin Weislein
- Standort
- Wiener Neustadt, Österreich
- Kosten
- € 680 pro Modul
- Bei Wiederholung 50 % Ermäßigung · exkl. Unterkunft & Verpflegung
- Anerkennung
- AT eigenständig · CH OdA KT-orientiert
Prüfungsordnung, Zulassungskriterien, die Anerkennung in der Schweiz und die Rücktrittsregelung stehen ausführlich im Folder.
PDF · 23 Seiten

Zwei Wege, ein Team
Isabella begleitet und berührt Menschen seit bald vierzig Jahren. Sie ist anerkannte biodynamische Craniosacral-Therapeutin, in Ausbildung zur Osteopathin und bringt Weiterbildungen in NARM, IFS und Prozessarbeit mit. In ihrem Unterricht geht es ihr nicht um fertige Antworten, sondern um Räume, in denen Menschen der eigenen Wahrnehmung wieder vertrauen.
Martin teilt die Ausbildungsleitung. In der Craniosacralarbeit verbindet sich für ihn, was ihm wichtig ist: achtsame Berührung, feine Wahrnehmung und das Vertrauen darauf, dass in jedem Menschen eine eigene Bewegung angelegt ist. Wissenschaftliche Erkenntnisse interessieren ihn dabei ebenso wie Erfahrungen, die sich nicht sofort erklären lassen.

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